Nach dem großen Erfolg von Ace Combat 7: Skies Unknown lässt sich Bandai Namco mit dem offiziellen Nachfolger reichlich Zeit. Umso größer war das Interesse, als auf der Gamescom 2026 endlich eine erste spielbare Mission von Ace Combat 8: Wings of Theve bereitstand. Nur wenige Wochen vor dem geplanten Release am 2. Oktober konnte ich mich selbst in den Cockpitsitz setzen und einen Angriff auf feindliche Flottenverbände fliegen, während mir das Team von Project Aces am Stand zusätzlich Rede und Antwort zum Umfang des fertigen Spiels stand.
Die Geschichte rückt in den Vordergrund
Wings of Theve setzt die Tradition der fiktiven Strangereal Welt fort und erzählt eine emotionale Geschichte rund um Identität, Pflicht und den Kampf um die eigene Heimat. In der angespielten Mission übernahm ich die Rolle von REX, der nach dem Tod des vormaligen Trägers Jan Cope den ehrenvollen, aber auch schwer lastenden Titel Wings of Theve erbt. Gemeinsam mit dem Joker Flight Geschwader startet REX einen Überraschungsangriff auf zwei feindliche Flottenverbände rund um Newfield Island, eine Region, die sich im Zuge des Konflikts von der Federation of Central Usea losgesagt hat und nun von der Sharks Squadron verteidigt wird, einer Gruppe einstiger Verbündeter, die inzwischen auf der Gegenseite kämpfen. Als erzählerischer Hintergrund dient eine blitzartige Invasion der Republic of Sotoa im Juli 2029, die die Heimatmarine des Spielers fast vollständig zerschlagen hat.
Erwartungen erfüllt?
Spielerisch fühlte sich die Mission genau so an, wie man es von der Serie erwartet, schnelles, arcadelastiges Luftkampfgeschehen mit deutlichem Fokus auf Zugänglichkeit statt auf Simulationstiefe. Besonders ins Auge fiel dabei die neue Cloudly Technologie von Bandai Namco, die in Kombination mit der Unreal Engine 5 für beeindruckend dichte, volumetrische Wolkenformationen sorgt und den Himmeln der Mission eine völlig neue visuelle Tiefe verleiht. Wolken sind hier keine bloße Kulisse mehr, sondern lassen sich taktisch nutzen, um kurzzeitig aus der Sichtlinie gegnerischer Piloten zu verschwinden.
Gegnerisch bekam ich es unter anderem mit MIG 29A, F 14D sowie SU 33 Maschinen der Sharks Squadron zu tun, die sich spürbar wehrhafter zeigten als gewöhnliche Kanonenfutter Gegner früherer Teile. Zum Start sollen laut den anwesenden Entwicklern mehr als dreißig Flugzeuge zur Verfügung stehen, aufgeteilt in vier unterschiedliche Kategorien mit jeweils eigenen Stärken und Schwächen, was auf ein spürbar taktischeres Herangehen bei der Loadout Wahl hindeutet als noch im Vorgänger.
Mehr als nur Solokampagne
Abseits der reinen Kampfmission verriet mir Produzent Manabu Shimomoto im Gespräch, dass Wings of Theve diesmal deutlich stärker auf den Mehrspielerbereich setzt als frühere Serienteile. Als Grund dafür nannte er ausdrücklich den langfristigen Erfolg von Ace Combat 7, der dem Team gezeigt habe, wie wichtig es für die Community ist, dem Spiel auch über Jahre hinweg treu bleiben zu können. Konkret plant Project Aces Online Lobbys für bis zu hundert Spieler gleichzeitig, in denen sich ein individuell gestalteter Pilotenavatar frei bewegen und mit anderen Fliegern austauschen lässt, bevor es gemeinsam in die Luft geht. Für eine Serie, die traditionell stark auf die Einzelspielerkampagne ausgerichtet war, ist das ein bemerkenswert deutlicher Schritt in Richtung Langzeitmotivation.
Würdiger Nachfolger
Ace Combat 8: Wings of Theve zeigt sich auf der Gamescom 2026 als würdiger Nachfolger, der das bewährte arcadelastige Luftkampfgefühl der Reihe mit spürbar aufgewerteter Optik und einem deutlich ambitionierteren Mehrspielerangebot verbindet. Die angespielte Mission um REX und den Fall des Wings of Theve Titels macht neugierig auf die weitere Geschichte, während die Aussicht auf hundert Spieler starke Lobbys zeigt, dass Bandai Namco aus dem Erfolg des Vorgängers die richtigen Lehren gezogen haben könnte. Am 2. Oktober geht es für PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie PC über Steam endlich in die Vollversion.
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